| Sehen und Vertstehen ---- Bilder von Deportation und Zwangsarbeit Zeichnungen der ungarischen Künstlerin Edit Kiss ---- Eine Ausstellung im Paul - Schneider - Haus in Berlin Spandau im Winter 2001/2002 |
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| Agnes - eine Zeitzeugin - erzählt zu Edits Bildern | Die Jugendlichen betrachten Edits Bilder | |
| In Zürndorf wurden wir in Viehwaggons verfrachtet. Da waren wir noch mit den Männern zusammen. Die wurden in Mauthausen rausgeholt. Manchmal hat man uns ein wenig Wasser reingereicht. Einen Kübel hatten sie reingestellt, wo wir unsere Notdurft verrichten konnten. Drei Tage waren wir unterwegs bis nach Ravensbrück. Edits 39. Geburtstag war dort im Waggon am 21. November 1944. Ich hatte von Ungarn eine Dose Ovomaltine dabei. Die war aus Pappe, und da habe ich mit der Schere für Edit aus der Dose eine Rose geschnitten. Weil ihr Geburtstag nicht nur ein gewöhnlicher Tag sein sollte. Solche Kleinigkeiten haben uns Mut gemacht zum Weiterleben. | ![]() |
Der Wagen ist tunnelartig gemalt: Vielleicht die Bedrängnis? Die Frauen scheinen übereinander zu sitzen und liegen. Sie sind sehr dünn, einige tragen Kopftücher. Die Frauen im Vordergrund sehen nachdenklich aus und so, als würden sie in Erinnerungen schwelgen. Der Himmel sieht durch das Hellblau eiskalt aus und erinnert mich irgendwie an Winter. |
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